Gelbe Füße

Die Anregung zum Verkehrssicherheitsprojekt „Gelbe Füße in Nentershausen“ kam von Volker Frink. Der Vater von einem Grundschulkind ist an der Pfarrer-Toni-Sode-Grundschule zuständig für das Verkehrssicherheitstraining. Er stellte dem Schulelternbeirat und dem Kollegium der Schule das Modell vor. Die Zustimmung der Schulgemeinschaft war groß – vor allem, weil die Verkehrssituation vor Ort für die Grundschulkinder nicht optimal war. Gemeinsam erarbeitete man ein Konzept, das bereits vielfältige Verbesserungen zur Sicherheit der Kinder im Straßenverkehr bewirkt hat. Nun reichte die Grundschule Nentershausen ihr Konzept bei der Unfallkasse Rheinland-Pfalz ein. Diese hatte alle Einrichtungen im Land ermutigt, über ihr Gelbe-Füße-Projekt zu berichten. Ziel der Ausschreibung war, gute Ideen zur kreativen Umsetzung und zur Nachhaltigkeit auch anderen Schulen, Kitas oder Fördervereinen zugänglich zu machen.

Mit viel Begeisterung setzten Schule, Kita, Schulelternbeirat und Förderverein – unterstützt von den Schul- und Kitakindern, der Polizei, der Orts- und Verbandsgemeinde sowie der Unfallkasse – das Projekt um. Auch die Eltern waren mit im Boot und listeten in einer Fragebogenaktion auf, wo die Knackpunkte für die Kinder liegen und welche Gefahrenstellen es gibt. An verschiedenen Stellen im Ort brachte die Projektgruppe Gelbe Füße auf, die künftig die Kinder auf besondere Gefahren aufmerksam machen. Die Kinder wurden bewusst in das Projekt eingebunden. Zum einen wollte man von ihnen aus erster Hand erfahren, was sie über ihren ganz persönlichen Schulweg zu berichten wussten. Zum anderen konnte die gesamte Schülerschaft durch ein Musical für Verkehrssicherheit gewonnen werden.

Für ihr Engagement zur Sicherheit der Kinder in Nentershausen und für ihre Beteiligung an der Ausschreibung „Gelbe Füße – wir belohnen Ihr Konzept“ zeichnete die Unfallkasse die Pfarrer-Toni-Sode-Grundschule mit einem Hauptpreis von 300 Euro aus. Für die Jury-Mitglieder war es nicht einfach, aus den vielfältigen Einsendungen eine Entscheidung über die Hauptpreise zu treffen. Das Konzept aus Nentershausen zeichnet sich durch Nachhaltigkeit und Kreativität aus und überzeugte die Jury.

Seither findet man zahlreiche “Gelbe Füße” an Gefahrenstellen, die den Kindern einen sicheren Schulweg bereiten sollen. Alternative Park- und Bringzonen sollen die Verkehrssicherheit der Kleinsten zusätzlich unterstützen.
(Quelle: Pressemitteilung UK Rheinland-Pfalz)